In den letzten Tagen blühte ein zartgelber Sämling auf. Er entstammt auch den Alba-Linien.
Interessant sind seine Blätter. Sie sind stärker gewellt und zeigen den Centifolieneinfluß, den manche rosafarbene Alba-Rosen haben.
Es gibt einige Centifolien, die auch diese gewellten Blätter haben. Das kann man bei Redouté sehr gut sehen. Die Beueln und Wellen sind weder krankhaft
noch ein Fehler.
Der Sämling blüht gelb auf und verblasst zu zartem Creme.
Ich hoffe, er ist weiterhin gesund, wüchsig und winterhart.
Unsere Alba-Rosen sind maximal nur ein paar Generationen
von den historischen Rosen (in diesem Fall Alba-Rosen) entfernt. In diesem Fall ist es die F3-Generation.
Wir kreuzen auch wieder auf Albas oder auf die Alba-F1-Generation zurück.
Die Kreuzungen funktionieren leider nicht immer. Ich habe oft Fehlschläge. Die Hagebutten fallen ab oder es keimt nichts.
Wenn doch mal etwas keimt, kann es passieren, dass die Sämlinge aus Schwäche sehr schnell eingehen.
Die ganze Zucht mit den Albas, vorallem in der 1. Generation, ist ein Geduldsspiel und Fleißarbeit.
Deswegen freuen wir uns über jeden hübschen, gesunden, wüchsigen Alba-Hybrid-Sämling.
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Freitag, 29. Mai 2015
Sonntag, 24. Mai 2015
Alain Blanchard-Sämling
Dieser Sämling keimte 2012.
Er stammt von Alain Blanchard ab.
Alain Blanchard ist vermutliche eine
Kreuzung aus Centifolia und Gallica.
Die Zeichnung von Alain Blanchard
ist leider kaum ausgeprägt.
Er hat üppiges Laubwerk und bildet
fleißig Ausläufer. Der Sämling
duftet gut und ist gesund.
Zur Zeit ist er ca. 1 Meter hoch und
wächst überhängend.
Obwohl das Laub auf dem ersten Blick an Rugosa-Laub erinnert, stammt dieser Sämling NICHT von Rugosas ab.Das Bild links unten zeigt den Austrieb der Damascenerrose Quatre Saisons. Man sieht dort sehr schön, woher mein Sämling seine Borsten und das Laubwerk her hat.
Er stammt von Alain Blanchard ab.
Alain Blanchard ist vermutliche eine
Kreuzung aus Centifolia und Gallica.
Die Zeichnung von Alain Blanchard
ist leider kaum ausgeprägt.
Er hat üppiges Laubwerk und bildet
fleißig Ausläufer. Der Sämling
duftet gut und ist gesund.
Zur Zeit ist er ca. 1 Meter hoch und
wächst überhängend.
Obwohl das Laub auf dem ersten Blick an Rugosa-Laub erinnert, stammt dieser Sämling NICHT von Rugosas ab.Das Bild links unten zeigt den Austrieb der Damascenerrose Quatre Saisons. Man sieht dort sehr schön, woher mein Sämling seine Borsten und das Laubwerk her hat.
Montag, 4. Mai 2015
Überraschende Blüte eines Rosensämlings
Heute ist einer meiner Rosensämlinge aufgeblüht. Ich war sehr überrascht, als ich das Muster in seiner Blüte sah.
Der Sämling ist ein sogenannter Zweifärber. Die Ausenseite der Blütenblätter ist hellgelb, die Innenseite kräftig
orange-rot. Der Grund der Blüte (Auge/Nagel) ist gelb. Diese Färbung trat als Mutation bei der Rosa Lutea Bicolor,
aber auch bei Persian Yellow auf.
Überrascht haben mich die gelben Flecken im orangenen Bereich der Blüte. Ob die gelben Flecken in Zukunft auftreten,
weiss ich nicht.
Der Sämling wächst buschig und hat glänzendes Laub. Er ist auch blühfreudig, ich habe schon 2 oder 3 Knospen entfernt.
Die Blüte duftet süßlich.
Sonntag, 3. Mai 2015
Frühling
Freitag, 17. April 2015
Unter Rosen Teil IV
Schwarzkopf hatte 1785 schon um die 90 Rosensorten gezüchtet (wovon sich einige aber sehr ähnlich sahen) . Die Autorin kann sich vorstellen, dass das nicht seine einzigen Rosen waren, da später zum Beispiel noch einige schöne Rubiginosahybriden entstanden sind, die bei Mönch nicht erwähnt wurden. Sie tauchten in Frankreich auf und führten den Namensbestandteil "Hessoise" (hessisch), z.B. Hessoise Anémone oder Zabeth. Redouté malte diese Rose unter den Namen Rosa Rubiginosa Zabeth/Eglantine de la Reine Elisabeth.
Bei Brent Dickerson ist sie unter Hessoise Anémone oder Zabeth aufgeführt.
´Belle sans Flatterie´ stand schon 1783 im Park Schönbusch bei Aschaffenburg. Es wurden in der Schönbuschliste 106 Rosensorten und -arten (Buch S. 149) aufgeführt.
In den holländischen Katalogen tauchte´ Belle sans Flatterie´ vor 1800 nicht auf. Damals trugen nur sehr wenige Rosen französische Namen.
Frau Böhm-Krutzinna vermutet, dass diese Rose eine Schwarzkopf-Züchtung ist. Wahrscheinlich war Schwarzkopf auch der
erste, der Rosen französische Namen gab.
Joyaux hat sich an die ihm vorliegenden und bekannten Fakten gehalten. Die alten französischen Rosenbücher erwähnten teilweise erst nach 1820 `Belle sans Flatterie´. Jedoch war sie bereits schon fast vierzig Jahre vorher in Deutschland verbreitet.
Wie das Rosenbuch von Pinhas zeigt, werden immer wieder in den Archiven unbekannte oder verschollene Unterlagen entdeckt.
Das führt zu neuen Erkenntnissen.
Bei Redouté ist zu beachten, dass er erst um ca. 1816 mit dem Rosenbuch begonnen hat, vierzig Jahre nachdem Schwarzkopf seine ersten Rosen gezüchtet hat. Die ersten Aussaaten fanden 1773 statt.
Ich finde das Thema sehr spannend und hoffe, dass man vielleicht noch ein paar Rosensorten findet, die in Wirklichkeit
Schwarzkopf-Rosen sind.
Vielen Dank Frau Anita Böhm-Krutzinna für dieses interessante Thema.
Donnerstag, 2. April 2015
Unter Rosen, Teil III
Der 2. Teil des Buches ist ein Sachbuch. Frau Böhm-Krutzinna befasst sich sehr ausführlich mit der Frage, welche Rosenzüchtungen es Ende des 18. Jahrhunderts/Beginn des 19. Jahrhunderts gab. Viele Rosensorten der damaligen Zeit sind leider verschwunden - zum Glück existieren aber noch umfangreiche Kataloge aus dieser Zeit. So konnte sie sich nach der Durchsicht der französischen, englischen, deutschen Lande und holländischen/nierdländischen Pflanzkataloge einen guten Überblick verschaffen, wo es wann welche Rosen gab.
Auch stellt sie sich die Frage, welche Rosenzüchter im ausgehendem 18. Jahrhundert es in diesen Länder gab.
Desweiteren beschäftigt sich Frau Böhm-Kruzina mit der Frage, was mit den Schwarzkopf-Rosen geschah. Existieren noch heute Schwarzkopf-Rosen?
Kamen sie unter fremden Namen in den Handel?
Beeindruckend sind die Quellenangaben. Die Autorin arbeitete sich durch viele Kataloge, Bücher und Artikel aus und über das 18. und 19. Jahrhundert durch.Hier einige Beispiele: Allgemeines Teutsches Gartenmagazin. Weimar 1805, Hirschfeld, Christian: Theorie der Gartenkunst. Band 5. Leipzig 1785, Mönch, Conrad: Verzeichnis aller außländischer Bäume und Sträucher des Lustschlosses Weißenstein bey Cassel. Frankfurt/M., Leipzig 1785, Quest-Ritson, Charles: The English Garden. Jaffrey, New Hamshire 2003,
Sie beschäftigte sich auch mit der Geschichte Kassels, Familie Pinhas und dem Judentum. Das zeigt die Literatur z.B. von
Thiele, Helmut: Die jüdischen Einwohner zu Kassel 1700-1942, Familiendaten und Adressen. Kassel 2006, Solomon Normann: Das Judentum Stuttgart 1999, Wunder, Heide, et al: Kassel im 18. Jahrhundert. Kassel 2000.
Sehr interessant finde ich auch die Liste der Pflanzenkataloge und Pflanzenlisten in Kurzform:
1690 Peine, Elias. Der Bosensche Garten zu Halle
1785 Conrad Mönch. Verzeichnis aller ausländischer Bäume und Sträucher. Cassel.
1797 N.N. Hortus Paddingonensis. Or, A Catalogue of Plants. London.
und viele mehr..
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein unterhaltsamer Kurzroman, interessantes Sachbuch und ein Rätselspaß mit den Miniaturen. Es braucht etwas
Übung, dass man sie auch sieht. Es gibt bereits Illusionsbilder, auf denen mal eine junge Frau, mal eine alte Hexe zu sehen ist.
Mit den Miniaturen ist es ähnlich. Leider können anscheinend nicht alle die Miniaturen sehen. In den 90er Jahren waren 3-D-Bücher
modern. Man betrachete die Bilder und nach einigen Minuten sollte man dann irgendetwas in 3-D sehen. Ich sah trotz vielen Versuchen nie etwas. Deswegen war ich so froh, dass ich die Miniaturen entdecken konnte.
Nun stellt sich mir persönlich die Frage, ob vielleicht eine der sehr alten historischen Rosen die es noch gibt in Wirklichkeit Schwarzkopf Rosen sein könnten.
Die Perle von Weißenstein gibt es noch. Sie wurde im Park zur Wilhelmshöhe gefunden. www.roseninsel-kassel.de/persoenl.html" Sie ist wieder im Handel zu finden.
http://www.roseninsel-kassel.de/persoenl.html
Bei Francois Joyaux "Enzyklopädie der Alten Rosen" fand ich eine Beschreibung der alten Gallica-Rose "Belle sans Flaterie:
Züchter unbekannt, Niederlande, vor 1806- Dies ist ein schönes Beispiel für die unzähligen Gallica-Rosen, die die Holländer im 18. Jahrhundert und Anfang des 19. Jahrhunderts hervorbrachten. Sie war Bestandteil der Sammlung von Schloss Weißenstein (bei Kassel), wo der Miniaturmaler Salomon Pinhas sie 1806 festhielt; 2001 wurden seine wiederentdeckten Rosenbilder gesammelt veröffentlicht (Rosen-Sammlung zu Wilhelmshöhe, Regensburg: Schnell und Steiner,) Eine schöne Sorte für alle, die Alte Rosen mit gleichmäßiger, wohlstrukturierter Blüte lieben."
Ist sie vielleicht eine Schwarzkopf-Rose?
Unter den Rosen Geheimnisse des Miniaturmalers Salomon Pinhas und des Hofgärtners Schwarzkopf zu Cassel von Anita Böhm-Krutzinna
ISBN: 978-3-7347-3662-9 im Buchhandel erhältlich
Freitag, 27. März 2015
Unter den Rosen, Teil II
Während ihren umfangreichen Recherchen und Studien entdeckte Frau Böhm-Krutzinna in den Rosenbildern des
Malers Salomon Pinhas versteckte Miniaturen. Man muss schon sehr genau hinsehen, um sie zu entdecken.
Am besten betrachtet man sie mit einer Lupe unter einer hellen Lampe und dreht das Bild auch mal auf den
Kopf. Manche können sie leider nicht erkennen.
Zuerst dachte ich, das wäre Einbildung. Ich zeigte mein Buch mit den Rosenbildern einer Freundin, auch sie erkannte
die Miniaturen. Zum Glück hat die Autorin noch eine "Betriebsanleitung zum Erkennen der Miniaturen" beigefügt.
Die Autorin stellte sich nun die Frage, warum Salomon Pinhas sich die Mühe gemacht hat, in den Rosenportraits
kleine Miniaturen zu verstecken.
Weitere Recherchen der Autorin ergaben, dass solche "Geheimminiaturen" nicht nur Pinhas malte, sondern auch bei
anderen Malern vorkamen. Diese Geheimminiaturen sind also kein Einzelfall.
Die Rosenbilder des Salomon Pinhas sind wunderschön, aber leider nicht so perfekt wie Redoutes Rosenportraits.
Pinhas ließ leider u.a. bei den Blättern die Genauigkeit vermissen. Dies wäre jedoch wichtig, um Rosensorten anhand
von damaligen Zeichnungen zu identifizieren. Man muss bedenken, dass Salomon Pinhas kein Botaniker war, sondern
Miniaturenmaler. Der Reiz der "Pinhas Rosen" liegt in den versteckten Miniaturen. Wer suchet der wird (meistens) auch
finden.
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