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Freitag, 6. März 2015

Rose de Rescht-Sämlinge Teil III

Die Rose de Rescht Sämlinge wachsen sehr gut heran. Aufgrund der Belaubung ist das mein Lieblingssämling: Das Laub erinnert mich an historische Rosen, die Redoute gezeichnet hat. Hier ein Beispiel: Noch extremer ist der 4-keimblättriger Rose de Rescht-Sämling: Meine Sämlinge sind Kreuzungen zwischen Rose de Rescht und modernen Rosen. Das Laub ist recht interessant. Ich frage mich, wer wohl die Vorfahren der Rose de Rescht sind. Das werden wir nie erfahren, da die Herkunft dieser Rose im Nebel liegt. Rosebiblio hat es schön auf den Punkt gebracht: Für Europa entdeckt wurde 'Rose de Resht' von Dr. Carl Haussknecht[1], einem Botaniker aus Weimar, 1868/69, während einer längeren Reise (1864 bis 1869) durch den Vorderen Orient, in der nordpersischen Stadt Resht[2], als 'Gul e Reschti', gleichzeitig wohl auch von Monsieur Ernest François Pissard[3][4][5], dem Gärtner des Schahs Nasser-al-Din Shah Qajar (* 1831,✝ 1896), der sie vermutlich nach Frankreich brachte. Seitdem kann man sie in Deutschland nachweisen, sie wurde in Norddeutschland und im Raum Göttingen gefunden, wo sie schon seit über 100 Jahren wuchs, aber sie geriet in Vergessenheit. Nancy Lindsay brachte sie 1949 wieder nach Europa zurück. Im Nordiran wurde diese Rose schon seit langer Zeit zur Rosenölgewinnung verwendet. 'Rose de Resht' gehört zu den öfterblühenden Damascenern, vermutlich ist das Öfterblühen durch einen Einfluss einer Chinarose verstärkt worden, die über die Seidenstraße nach Persien gelangt ist. Da es sich um eine alte persische Gartenrose handelt, kann sie bereits im Mittelalter entstanden sein. Da allerdings die Gruppe der Portlands auch auf Rosa x damascena 'Semperflorens' Loisel. et Michel zurückgehen soll, kann man die Nähe zu dieser Gruppe erkennen. In Syrien findet man heute häufig 'Rose de Resht', die dort als 'Palmyra' bezeichnet wird. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in Frankreich 4 Rosen mit diesem Namen gezüchtet. Die Beschreibungen weichen aber deutlich ab. http://roses.shoutwiki.com Hier ist noch ein Portlandsämling X moderne Rose: Er ist von seinem Charakter ganz anders. Mal schauen, wie er sich entwickelt.

Montag, 9. Februar 2015

Rose de Rescht Sämlinge Teil 2

Vor einem Monat zeigte ich diesen 3-4 blättrigen Rose de Rescht-Sämling. Damals dachte ich, dass er nicht überleben würde. Nun, er entwickelt sich gut, aber etwas anders als die normalen Rose de Rescht-Sämlinge. Er wächst viel kompakter und auch seine Blattstiele sind viel kürzer. Der Sämling auf der linken Seite ist ein normalentwickelter Rose de Rescht-Sämling. Ich habe langsam den Eindruck, dass der typische Portlandwuchs ein Gendefekt ist, der hin und wieder auftritt. Auch bei meinen Kreuzungen zwischen Rose de Rescht und Mme Boll (Sämling Mme Boll Nr. 1) tritt auch ein sehr, sehr kompakter Wuchs auf. Portlandrosen erinnern mich mit ihrem Wuchsverhalten an Dackel oder Basset-Hunde. Der Körper und Kopf sind normal proportoniert, die Gliedmaßen (Beine) jedoch extrem verkürzt. Bei den Portlands wie z.b. Rose de Rescht sind Blätter und Blüten normal groß, die Triebe (Abstände zwischen den BlÄttern) jedoch stark verkürzt. Im Gegensatz zu den Dackel und Basset sind die Chihuahua-Hunde insgesamt proportional verkleinert. Diese erinnern mich an die typischen Zwergrosen. Blätter, Stiele und Blüten sind in Miniaturformat. Das gibt es nicht nur bei den modernen Minirosen, sondern auch schon bei den alten europ. Rosen, wie z.B. Centifolien. (Rosa parvifolia, Rose de Meaux.....)

Freitag, 9. Januar 2015

Rose de Rescht-Sämlinge

Seit einigen Jahren versuche ich mit Rose de Rescht zu züchten. Das ist nicht so einfach. Es entstehen oft Sämlinge, die einen Defekt haben. Hier 2 Beispiele:
Dieser Sämlinge wächst kaum und wird wohl nicht überleben.
Dieses Bild zeigt einen sehr seltsamen Sämling. Ich hatte nicht nur einen, sondern 3 Stück. Sie stammten alle aus der selben Rose-de-Rescht-Kreuzung und waren auch die einzigen, die gekeimt sind. Die Sämlinge entwickelten weiße Blätter und starben schließlich ab. Hier einmal ein Bild einer Kreuzung, die gelungen ist:

Samstag, 3. Januar 2015

Happy New Year!

Ich wünsche allen Lesern ein gutes Neues Jahr! Heute möchte ich mal ein Bild meiner Phalenopsis-Orchidee zeigen. So eine Blüte hatte ich noch nie. Nicht nur Rosen mutieren bei mir, anscheinend fangen jetzt auch noch die Orchideen an. Ich denke, bei dieser Phalenopsis-Orchidee ist das nur eine Ausnahme.
Mit den Orchideen überbrücke ich die blütenlose Zeit des Winters. Da sieht mein Wintergarten ein bißchen sommerlich aus. Aber auch die ersten Rosensämlinge bringen seit kurzem ein bißchen Frühling ins Haus. Die ersten Sämlinge sind schon gekeimt. Mich freut es, dass es eine Rose-de-Rescht-Kreuzung ist. Es ist nicht selbstverständlich, dass Rose de Rescht überhaupt Samen ausbildet, die dann auch noch keimen. Immer wieder zeigen diese Sämlinge Auffälligkeiten, z.B. 3 Keimblätter, Albinos usw.

Freitag, 12. Dezember 2014

Persian Yellow

Hier in Deutschland ist es nun Winter. Es ist noch relativ warm, ca. plus 2-5 Grad Celsius, leider haben wir starke Bewölkung und alles erscheint draußen grau, trist und ungemütlich. Hier mal ein sonniges Bild um ein bißchen den Winterblues zu vertreiben:
Es ist die Persian Yellow. Sie soll Anfang des 19. Jahrhundert nach Europa eingeführt worden sein. Als Kübelrose finde ich sie bis jetzt etwas heikel. Im Sommer 2013 hatte sie kaum Sternrußtau, dieses Jahr recht heftig. Leider sterben bei ihr auch immer wieder ältere Triebe ab. Mal schauen, wie sie sich weiter entwickelt. Die Blüten sind herrlich. Sie sind tiefgelb und verblassen nicht.

Freitag, 28. November 2014

Tuscanys Nachwuchs

Vor einigen Jahren experimentierte ich mit der Gallica-Rose Tuscany und Scarborough Fair.
Das Bild zeigt Scarborough Fair, die Mutterpflanze. Es entstanden einige Sämlinge, die alle einmalblühend waren/sind. Zur Zeit habe ich nur noch einen Sämling. Dieser Sämling ähnelt eher Tuscany als Scarborough Fair. Er ist recht robust und bildet auf eigener Wurzel viele, viele Ausläufer. Der Duft ist leider sehr leicht. Bis jetzt habe ich von diesem Sämling nur einmal offene Bestäubungen ausgesät. Davon war nur einer öfterblühend. Das zeigt, dass es zum Teil schwierig ist, aus einmalblühende historische Rosen öfterblühende Nachkommen zu züchten.
Alle Sämlinge ähnelten im Wuchs und Aussehen dem F1 Tuscany-Sämling. Ich glaube, ich habe noch ein oder zwei Sämlinge aus der F2-Generation.

Donnerstag, 20. November 2014

Novemberblüte

Heute habe ich die letzte Rosenblüte einer Weihrauchzüchtung fotografiert. Ich habe sie seit dem Frühjahr. Sie ist sehr blühwillig und fügt sich gut in eine Beetsituation ein. Da ich sie erst seit dieser Saison habe, kann ich nichts über die Endgröße oder Winterhärte schreiben. Zur Zeit ist sie ca. 50 cm hoch. Ich mag diese Rose, da sie bis jetzt recht unkompliziert ist. Diese Rose ist noch in der Testphase und deswegen nicht im Verkauf.